Intrathekale Gabe von Medikamenten: Schmerzpumpe

Was ist eine Schmerzpumpe, und wie funktioniert sie?

Abbildung: Position einer Schmerzpumpe

Für wen eignet sich die intrathekale Gabe von Medikamenten?

Die intrathekale Gabe von Medikamenten ist eine Behandlungsoption für Patienten mit schweren chronischen Schmerzen, die durch übliche Schmerzmedikamente nicht zufriedenstellend gelindert werden können. Auch stellt sie eine Behandlungsoption dar, wenn durch oral verabreichte Medikamente starke Nebenwirkungen auftreten.

Eine intrathekale Gabe von Arzneimitteln kann darüber hinaus zur Behandlung von erhöhten Muskelspannungen (Spastiken), die die Beweglichkeit beeinträchtigen, eingesetzt werden. Diese treten beispielsweise bei Multipler Sklerose auf.

Wann ist die intrathekale Gabe von Medikamenten die richtige Behandlung?

Wie läuft die Implantation der Schmerzpumpe ab?

Vor der Operation zur Implantation einer Schmerzpumpe besprechen Arzt und Patient gemeinsam, an welcher Stelle die Pumpe eingesetzt werden soll. Meistens wird das Gerät am Bauch eingesetzt. Die Operation dauert ungefähr eine Stunde und erfolgt in der Schmerzklinik Berlin. Anschließend ist in manchen Fällen ein kurzer Krankenhausaufenthalt notwendig. Der Eingriff umfasst folgende Schritte:

  • Der Patient liegt auf dem OP-Tisch – im Regelfall auf einer Seite.
  • Es wird ein Medikament verabreicht, das den Patienten in Narkose versetzt.
  • Der Arzt macht einen Einschnitt von ungefähr fünfzehn Zentimetern Länge im Unterkörper des Patienten.
  • Unter der Haut wird eine Tasche geschaffen, in der der Arzt die Pumpe platziert.
  • Auf dem Rücken des Patienten wird ein zweiter Einschnitt mit einer Länge von ungefähr fünf bis acht Zentimetern Länge vorgenommen. Der Katheter wird an der richtigen Stelle implantiert.
  • Der Katheter wird unter der Haut zur Pumpe geführt und fest damit verbunden.
  • Nachdem Schmerzpumpe und Katheter platziert sind, werden die Einschnitte vernäht, und der Eingriff wird beendet.

Vorteile der intrathekalen Gabe von Medikamenten